Aktuelle Wettgutscheine 2026 in der Schweiz: Angebote, Regeln und was ein Gratisspielguthaben kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz nach «Wettgutscheinen» oder «Gratiswetten» sucht, stösst rasch auf eine Eigenheit des Marktes: zwei Veranstalterinnen teilen sich das ganze Land, und was bei ausländischen Marken als «Free Bet», «Risikofreie Wette» oder «100 % Bonus» verkauft wird, gibt es hier nur in einer schmaleren Form – als kleine, bewilligungspflichtige Gratisspielaktionen, deren Guthaben in der Regel gar nicht ausbezahlt werden kann. Die nachfolgende Übersicht erläutert die Regeln, vergleicht die Angebote, die im Vertragsgebiet wirklich zur Verfügung stehen, und rechnet nach, was ein solcher Gutschein unter realistischen Annahmen wert ist.

Ein leerer Wettschein aus Papier liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch, weiches Licht fällt von der Seite.
Die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande lief vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026 an 7 Aktionstagen.

Aktualisiert am 20 Oktober 2026 und abgeglichen mit den Bewilligungsregistern der Gespa sowie den Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande.

Was Wettgutscheine in der Schweiz sind – und warum sie klein ausfallen

Ein Wettgutschein im landläufigen Sinn ist ein Versprechen: Du setzt einen Einsatz, den Du nicht selbst bezahlt hast, und der Gewinn fliesst auf Dein Konto. Im Schweizer Wettmarkt heisst diese Form Gratisspielguthaben oder Promo-Credit, und sie ist an eine Bewilligung der Aufsichtsbehörde gebunden. Ohne diese Bewilligung darf kein Veranstalter Gratisspiele oder Gutschriften anbieten – die Gespa legt fest, wer wann wie viel Promo-Credit ausgeben darf.

Die Folge: Die Auswahl an «Wettgutscheinen» ist in der Schweiz sehr schmal. Was bei ausländischen Marken als «No-Deposit-Bonus», «Free Bet» oder «Risk-Free Bet» vermarktet wird, existiert hier nur in zwei Varianten:

Beide Formen sind an Bedingungen geknüpft: das Guthaben ist nicht auszahlbar, oft nur 30 Tage gültig, und der Boost verfällt, sobald die Wette per Cash-Out vorzeitig beendet wird. Das ist kein Zufall – die Aufsicht begrenzt Promo-Credit-Werte und -Dauer ausdrücklich. Wer einen «100 % Bonus auf die erste Einzahlung» sucht, findet ihn hier nicht. Wer ein kleines, klar definiertes Guthaben sucht, mit dem er risikolos eine Wette platzieren kann, findet es – aber unter anderen Vorzeichen als bei einem ausländischen Anbieter.

Ein Springseil liegt aufgerollt auf dem Boden einer Turnhalle, Sonne fällt durch hohe Fenster auf das Parkett.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Der entscheidende Unterschied zur ausländischen Werbung liegt nicht in der Werbe­grammatik, sondern im Kleingedruckten. Ein Gratisspiel­guthaben bei Swisslos oder Loterie Romande ist im Wortlaut der Spielregeln «nicht auszahlbar». Wer mit einem CHF-10-Guthaben eine Wette zu Quote 3.50 gewinnt, bekommt den Nettogewinn von CHF 25 als neues Spielguthaben – nicht als Auszahlung aufs Bankkonto. Erst mit eigenem, echtem Geld auf dem Wallet wird daraus auszahlbares Guthaben. Was wie ein Bonus aussieht, ist faktisch ein zweiter Versuch mit demselben Risiko.

Diese Eigenheit macht den Schweizer Markt für Promo-Code-Suchende ungewohnt, aber sie schützt auch vor Übertreibungen, die in anderen Märkten gangen wir sind: keine massiven «Willkommenspakete», keine endlosen Bonus-Staffeln, kein Rollover von 35x, der das eigene Geld so lange einfriert, bis die Bedingungen abgearbeitet sind. Der Preis dafür ist eine kleine Auswahl, oft nur eine Handvoll Aktionen pro Jahr, und ein Nennwert, der tief bleibt.

Die Rechtslage: Wer in der Schweiz Wettgutscheine anbieten darf

Die Rechtslage für Wettgutscheine in der Schweiz ist im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und in der Verordnung (VGS) geregelt, nicht in einem «Bonus-Code»-Versprechen irgendeiner Marke. Drei Punkte entscheiden, was erlaubt ist:

Eine Bibliothek mit hohen Holzregalen voller Bücher, im Vordergrund ein Lesetisch mit grüner Lampe.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Nur zwei Veranstalterinnen dürfen Sportwetten anbieten. Die Kantone haben die Lotterie- und Sportwetten­veranstalterinnen auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine dritte Marke mit Schweizer Bewilligung existiert nicht – es gibt schlicht keine Liste weiterer lizenzierter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt.

Gratisspiele und Gutschriften brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Wer in der Schweiz ein Gratisspiel oder eine Gutschrift anbieten will, braucht die Zustimmung der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Die Aufsicht entscheidet fallweise, wie viele solcher Aktionen ein Veranstalter pro Jahr durchführen darf. 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 solcher Bewilligungen erteilt, Swisslos 8 – das ist die Grössenordnung, mit der einen langjährigen Beobachter des Marktes rechnet.

Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten. Werbung für Glücksspiel, das in der Schweiz nicht zugelassen ist, ist eine Widerhandlung (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Auch das Anbieten selbst ist eine Straftat – bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Was bei der Gespa auf der Sperrliste steht, wird über DNS-Sperren bei den Schweizer Telekomanbietern blockiert – Ende 2025 waren es 671 Domains.

Für eine Person, die nach einem «Wettgutschein» oder einem «No-Deposit-Bonus» sucht, bedeutet das: Wer mit Wohnsitz in der Schweiz bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung. Sein Einsatz und sein Gewinn können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, es gibt keinen Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle und keine fair-play-Kontrolle durch die Gespa. Was bei einem bewilligten Veranstalter selbstverständlich ist – Spielerschutz, Verlustlimiten, Spielsperre, Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen – fehlt bei einer Marke ohne Schweizer Bewilligung vollständig. «Wettgutscheine ohne Einzahlung», die bei solchen Marken beworben werden, haben in der Schweiz keine rechtliche Grundlage.

Spielerschutz: Warum eine Spielsperre jeden Gutschein mitnimmt

Ein Wettgutschein ändert nichts an den Spielschutzregeln – im Gegenteil: er gilt nur, solange der Account spielfähig ist. Drei Punkte greifen hier ineinander:

Verlustlimiten sind Pflicht, nicht Empfehlung. Wer bei Sporttip mitspielen will, muss vor der ersten Wette eigene Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze bei Sporttip beträgt CHF 8888 für volljährige Personen, darunter CHF 1000 für unter 21-Jährige – eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Ein «Wettgutschein», der einen Einsatz ohne eigenes Geld verspricht, fällt nicht in diese Limite hinein, weil kein eigenes Geld fliesst – die Verluste, die ein gesetztes Limit verhindert, sind aber genau die, die ein Gratisspielguthaben erzeugen könnte, wenn es in eigenes Geld umgewandelt wird.

Spielsperre schliesst von jeder Promoaktion aus. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen – sie gilt sofort, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und greift auch bei Casinos einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein. Wer dort bettet wird, wird keine Promo-Aktion, kein Gutschein und kein Gratisspielguthaben finden – der Account ist gesperrt, die Teilnahme ausgeschlossen. Die Spielsperre ist die wichtigste Schutzlinie für Personen mit Spielproblemen, und sie funktioniert über die Marke und der Loterie Romande hinweg einheitlich.

Höchsteinsatz pro Wette ist klar begrenzt. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10000 pro Systemwette. Ein «Wettgutschein» über einen bestimmten Nennwert hilft wenig, wenn der maximale Einsatz pro Wette darunter liegt – ein CHF-100-Gutschein kann nicht in einer einzigen Wette platziert werden, sondern muss aufgeteilt zertifiziert werden. Wer nicht weiss, wie das funktioniert, liest die Spielregeln oder fragt beim Kundendienst nach, bevor er den Gutschein einsetzt.

Der Punkt, den die Werbe am Marketing sprachlos macht: ein Gratisspielguthaben ist genau dann am wertvollsten, wenn es nicht gebraucht wird. Wer sich selbst sperrt, verzichtet auf den CHF-10-Code genau so wie auf den CHF-1000-Höchsteinsatz. Wer mit gesetzten Verlustlimiten spielt, kann an einem Gutschein teilnehmen, aber das Guthaben fliesst ins Wallet und ersetzt kein eigenes Geld, das die Limite schont. Die Mechanik zwingt zu einer disziplinierten Leseweise, die bei ausländischen Bonus-Bedingungen oft fehlt.

Was ein Wettgutschein bei Swisslos und Loterie Romande wirklich bedeutet

Der Begriff «Wettgutschein» wird im Schweizer Markt sehr spezifisch verwendet. Was bei ausländischen Marken unter dem gleichen Label läuft, hat hier andere Bezeichnungen und andere Regeln:

Quotenboost / Profitboost. Bei Sporttip sind das zwei getrennte Aktionen: Quotenboosts gelten für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen genannten Prozentsatz. Beide sind pro Wettende nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen bei einem Cash-Out. Ein typischer Quotenboost schraubt die Quote einer ausgewählten Einzelwette nach oben – nicht den Gewinn einer Kombiwette.

Kombiboost. Bei Sporttip ist das ein Bonus auf den Nettogewinn einer Kombiwette, der nur online gilt (Prematch, Live, Systemwetten) und mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 verlangt. Die Skala: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen – Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer mit einem «Wettgutschein» Kombiboost-Prozente meint, sucht eigentlich den Kombiboost und nicht ein separates Guthaben.

Promo-Aktion mit Spielguthaben. Die Loterie Romande hat in der Wintersaison 2025/26 die Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» durchgeführt: Wer innert 7 Tagen den an 7 Aktionstagen in den National-League-Stadien verbreiteten Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Das ist die Form, die einem «Wettgutschein ohne Einzahlung» am nächsten kommt – ein Code, der ohne eigenes Geld ein Guthaben aufs Wallet legt. Wer das als «gratis» liest, liegt richtig, was das eigene Geld betrifft – der Gewinn daraus ist wiederum nicht auszahlbar, solange er nicht mit echtem Geld freigespielt wurde.

Gewinnberechnung und Rundung. Eine Sporttip-Wette ergibt Gewinn = Einsatz × Quote, bei Kombiwetten Einsatz × Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten), zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die gleiche Formel gilt, wenn ein Teil des Einsatzes aus Spielguthaben besteht – das Guthaben wird zuerst eingesetzt, der Nettogewinn fliesst ins Wallet.

Die Reihenfolge der Begriffe ist nicht zufällig: «Wettgutschein» steht nirgendwo in den Spielregeln von Swisslos oder Loterie Romande als Produktname. Was Spielerinnen als «Wettgutschein» bezeichnen, fällt in eine dieser drei Kategorien – Boost, Code-Aktion oder Wallet-Guthaben aus Kombiboost. Wer «Wettgutschein» in die Suche eingibt, sollte wissen, dass die offizielle Maschine und der Markt unterschiedliche Wörter für ähnliche Dinge verwenden.

Wie viel ein Wettgutschein wert ist – die Rechnung

Ein Gratisspielguthaben, dessen Einsatz nicht ausgezahlt wird, hat einen anderen Wert als ein gewonnener Einsatz. Die Standardrechnung dafür:

Wert = Gutschein × (Quote − 1) ÷ Quote × Auszahlungsquote des Marktes

Bei einem CHF-10-Guthaben auf einem ausgeglichenen Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote des Marktes bei rund 105.26 % – was nach der Marge von 100 % − 105.26 % = −5.26 % aussehen würde, sofern die Quote als reiner Preis gemeint ist; gemeint ist hier die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.5263, also 52.63 %, mit einer Marge von 47.37 %. Der erwartete Wert eines Wetten-Promotion-Guthabens auf einem solchen Markt liegt damit je nach Marktaufbau in einer Bandbreite – als Schätzwert, nicht als Versprechen.

Bei dem CHF-10-Promo-Guthaben der Loterie-Romande-Aktion «JouezSport – Patinoires et Stades» und einem fairen Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten zu Quote 1.90 ergibt sich nach der Formel:

Wert = 10 × (1.90 − 1) ÷ 1.90 × 0.5263 ≈ 10 × 0.4737 × 0.5263 ≈ 2.49

Anders gesagt: Ein CHF-10-Gutschein auf einem 1.90/1.90-Markt hat einen statistischen Erwartungswert von rund CHF 2.50. Das ist der Nennwert, nicht der Gewinn – es ist das, was das Guthaben über sehr viele Wetten gleichermassen erwirtschaftet, wenn jede Wette unabhängig ausgewertet wird. Wer den Gutschein heute auf eine 1.90/1.90-Wette setzt und gewinnt, bekommt das Guthaben plus Nettogewinn; wer verliert, hat nichts. Auf 1000 ausgewertete CHF-10-Gutscheine liegt der durchschnittliche Nettoeffekt im Wallet bei rund CHF 2490 an Gewinnen und CHF 7510 an Verlusten des Gutscheins – Differenz also effektiv ausgeglichenes Spiel mit einem statistischen Erwartungswert-Verlust von null für das Haus und rund CHF 2.50 Erwartungswert für die Spielerin pro Gutschein.

Die Rechnung steht unter einer Bedingung, die in den Spielregeln explizit erwähnt wird: Der Gewinn ist nicht auszahlbar. Wer CHF 2.50 erwartet und das Guthaben nicht weiter einsetzt, dann bleibt es im Wallet als nicht auszahlbares Spielguthaben. Wer das Wallet leeren will, muss mit echtem Geld weiterspielen, bis das Promo-Guthaben in echtes Guthaben umgewandelt wurde. Genau das ist die Mechanik, die ein Promo-Code bei einer ausländischen Marke nicht hat – dort wird der Gewinn aus einem «Free Bet» meist direkt ausgezahlt.

Das Ergebnis als Bandbreite: Auf einem fairen Zwei-Wege-Markt mit Quoten zwischen 1.50 und 3.00 liegt der erwartete Wert eines CHF-10-Gutscheins statistisch zwischen rund CHF 3.30 (Quote 3.00) und rund CHF 2.00 (Quote 1.50). Bei einem ausgerechten Markt (Quote 1.50/Quote 2.50) liegt er bei rund CHF 2.30. Wer einen Gutschein hat, sollte ihn auf eine Wette mit Quote zwischen 1.80 und 2.20 setzen, weil dort der erwartete Wert pro Franken Gutschein am höchsten ist und die Varianz niedrig bleibt.

Wichtig: Das ist eine statistische Schätzung über sehr viele Wetten gleichermassen, kein Versprechen für eine einzelne Wette. Wer mit einem Gutschein spielt, kann gewinnen oder verlieren – der Erwartungswert ist der Durchschnitt über die grosse Zahl, nicht der eine Einsatz.

Vergleich: Wer in der Schweiz Wettgutscheine anbietet – und wer nicht

Die folgende Tabelle listet die Anbieter, die im Schweizer Markt eine Rolle spielen – sei es mit Schweizer Bewilligung oder als ausländische Marke, auf die Spielerinnen in der Praxis stossen. Die Spalte «Bewilligung» bezeichnet den Status nach dem BGS, die Spalte «Veranstalterin / gemeldete Lizenz» nennt die Trägerin oder, wo keine Schweizer Bewilligung besteht, die ausländische Lizenz, wie sie auf der jeweiligen Plattform kommuniziert wird.

Marke Sitz / Domain Schweizer Bewilligung Veranstalterin / gemeldete Lizenz
Swisslos Sporttip Basel Ja (Bewilligung BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Lausanne, jeux.loro.ch Ja (Bewilligung BGS, Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Produkt Jouez Sport
BetAlright BetAlright Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
Interwetten Interwetten Keine Schweizer Bewilligung Malta-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
Roobet Roobet Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
Funbet Funbet Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
Cloudbet Cloudbet Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
AmunRa AmunRa Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
1xBet 1xbet Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)
DirectionBet DirectionBet Keine Schweizer Bewilligung Curaçao-Lizenz (nicht in der Schweiz anerkannt)

Die Tabelle zeigt das Bild, das sich auch in der Gespa-Sperrliste niederschlägt: zwei Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung, der Rest ohne. Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen diesen zwei einheimischen Veranstalterinnen und einer langen Liste ausländischer Marken ohne Schweizer Bewilligung. Was im Markt als «Wettgutschein» beworben wird, existiert bei den meisten ausländischen Marken nur als Werbung für Bot. Was die Seite ein Gutschein bei Swisslos oder Loterie Romande ist, hat einen eigenen Wert, der von der Auszahlungsquote des Marktes abhängt – nicht von einem Bonus-Versprechen.

Swisslos Sporttip – der eine Veranstalter für die Deutschschweiz

Swisslos mit Sitz in Basel betreibt Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) und ist einer der von sechs Veranstalterinnen, die das BGS zulässt. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen – Voraussetzung ist Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet, mindestens 18 Jahre, keine Spielsperre, einmalige Registrierung pro Person.

Die Gutschein-Mechanik bei Sporttip läuft über drei Schienen: Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten, Profitboosts auf den Nettogewinn eines Saisees, und den Kombiboost, der ab vier Voraussagen à 1.50 den Nettogewinn um 5 % bis 100 % erhöht. Alle drei sind online, einmalig pro Wettende nutzbar, in Einsatz und Gewinn limitiert, und verfallen bei Cash-Out. Hinzu kommen fallweise Promo-Credit-Aktionen, deren Anzahl die Gespa pro Jahr begrenzt – 2025 waren es acht solcher Bewilligungen.

Die Limits sind klar: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10000 pro Systemwette. Gewinne bis CHF 1000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Ein- und Auszahlungen laufen über PostFinance Pay oder Einzahlungsschein, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen.

Der Punkt, der für Promo-Code-Suchende zählt: Swisslos hat keine Neukunden-Wettgutscheine im Sinn eines «100 % Bonus auf die erste Einzahlung». Das, was Spielerinnen als «Wettgutschein» bezeichnen, ist bei Swisslos ein Boost auf eine ausgewählte Wette – nicht ein separates Guthaben, das die eigene Einzahlung verdoppelt. Wer bei Sporttip einsteigt, sollte mit dem eigenen Geld einsteigen und die Boosts nutzen, wenn sie passen.

Für wen es passt: Für Spielerinnen in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein, die einen bewilligten Veranstalter mit klarem Spielerschutzrahmen suchen und keine massiven Bonus-Versprechen brauchen. Wofür es weniger passt: Für «No-Deposit-Bonus»-Suchende und für alle, die einen Nennwert-Gutschein erwarten, der ohne Einzahlung einen auszahlbaren Gewinn produziert – diese Form gibt es bei Sporttip nicht.

Loterie Romande Jouez Sport – die andere Veranstalterin, für die Westschweiz

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne betreibt Jouez Sport für die sechs Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, betreibt 2350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Wie Swisslos ist sie eine der von sechs Veranstalterinnen, die das BGS zulässt, und braucht für jede Gratisspiel- oder Gutschrift-Aktion die vorgängige Zustimmung der Gespa – 2025 waren es 24 solcher Bewilligungen, deutlich mehr als bei Swisslos, weil die Westschweizer Aktionen häufiger saisonal sind (Stadion-Promotion, lokale Anlässe).

Die Gutschein-Form, die in den letzten Jahren am stärksten sichtbar war, ist die Stadion-Promo «JouezSport – Patinoires et Stades» vom 17. Dezember 2025 bis 10. März 2026: An 7 Aktionstagen wurde in den National-League-Stadien ein Code verteilt, wer innert 7 Tagen den Code im verifizierten Konto eingab, erhielt CHF 10 Spielguthaben, insgesamt 7’000 Stück, 30 Tage gültig, nicht auszahlbar. Das ist die einzige breit beworbene «No-Deposit»-Form, die das Schweizer Recht erlaubt – und sie ist räumlich und zeitlich eng begrenzt.

Die Mechanik im Hintergrund: Einzahlungen aufs Spielerkonto sind auf höchstens CHF 10000 pro 30 Tage begrenzt, das Wallet-Guthaben auf höchstens CHF 10000, Gewinne bis CHF 1000 netto werden direkt dem Wallet gutgeschrieben, darüber auf das Konto der angegebenen IBAN überwiesen. Gratis­spiel­guthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar – genau wie bei Swisslos.

Wer in der Romandie wohnt und einen «Wettgutschein» sucht, hat im Winter die Chance auf einen Stadion-Code, im Rest des Jahres eher Boosts und fallweise Promo-Aktionen. Die Westschweizer Veranstalterin ist die aktivere der beiden in Sachen Promo-Aktionen, gemessen an der Zahl der Gespa-Bewilligungen 2025.

Für wen es passt: Für Spielerinnen in der Romandie, die einen bewilligten Veranstalter mit regionaler Verankerung suchen und die Chance auf lokale Stadion-Aktionen nutzen wollen. Wofür es weniger passt: Für Spielerinnen ausserhalb der sechs Westschweizer Kantone – wer dort wohnt, kann kein Online-Konto bei Loterie Romande eröffnen, auch nicht mit einem Code.

BetAlright, Interwetten, Roobet, Funbet, Cloudbet, AmunRa, 1xBet, DirectionBet – ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Die acht ausländischen Marken, die auf der Vergleichsliste stehen, haben eines gemeinsam: Sie bieten in der Schweiz keine bewilligte Sportwette an. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, Deutschland, eine beliebige andere Jurisdiktion – hat in der Schweiz keine rechtliche Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, nicht an die Schweizer Verlust­limiten-Regelung, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen – was Ende 2025 für 671 Domains der Fall war, mit DNS-Sperren über die Schweizer Telekomanbieter.

Was sich bei diesen Marken «Wettgutschein» nennt, ist in der Schweiz eine Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel. Wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Spielerschutz, ohne Schweizer Bewilligung und mit dem Risiko, dass Einsatz und Gewinn in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Sperrliste der Gespa wird kontinuierlich aktualisiert – eine Domain, die heute erreichbar ist, kann morgen blockiert sein.

Für wen es nicht passt: Für alle, die in der Schweiz wohnen. Eine Curaçao-Lizenz schützt nicht vor der Schweizer Strafnorm, und ein Block auf der Sperrliste kommt ohne Vorwarnung.

Worauf Spielerinnen bei einem Wettgutschein achten sollten

Vier Punkte entscheiden, ob ein Gutschein den eigenen Einsatz wert ist:

Auszahlungsbedingung prüfen. Gratisspielguthaben aus einer Promo-Aktion ist in den Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande explizit als nicht auszahlbar markiert. Wer das übersieht, wundert sich später, warum der Gewinn nicht aufs Bankkonto fliesst. Die Bedingung steht in den Teilnahmebedingungen der jeweiligen Aktion.

Gültigkeitsdauer im Auge behalten. Das CHF-10-Guthaben der Loterie-Romande-Stadion-Aktion war 30 Tage gültig – wer es nicht innert dieser Frist eingesetzt hat, verlor es. Wer einen Gutschein bekommt, notiert sich das Ablaufdatum, sonst verfällt er still.

Mindestquote beachten. Beim Sporttip-Kombiboost sind 1.50 pro Voraussage Pflicht. Wer eine Voraussage mit tieferer Quote wählt, verliert den Bonus. Die Quote steht in den Spielregeln der jeweiligen Aktion – nicht in der Werbung.

Cash-Out-Falle. Bei Sporttip verfällt jeder Quoten- und Profitboost, sobald die Wette per Cash-Out vorzeitig beendet wird. Wer den Boost nutzt und die Wette absichert, verliert den Boost, ohne es zu merken. Cash-Out bei Sporttip ist nur als vollständiges Cash-Out möglich, nicht teilweise, und gilt nur online für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten.

Häufige Fragen zu Wettgutscheinen in der Schweiz

Gibt es Wettgutscheine bei den Schweizer Veranstalterinnen, und wer muss sie genehmigen?

Ja, aber sie fallen kleiner aus als im Ausland. Quotenboosts und Profitboosts bei Sporttip sowie fallweise Promo-Aktionen mit Spielguthaben bei Loterie Romande sind die Formen, die das Schweizer Recht erlaubt. Jede Gratisspiel- oder Gutschrift-Aktion braucht die vorgängige Zustimmung der Gespa – 2025 hat die Aufsicht 24 solchen Aktionen der Loterie Romande und 8 von Swisslos zugestimmt. Bewilligung bedeutet: Bedingungen, Dauer und Höchstwert stehen vor der Aktion fest.

Was bedeutet ein Wettgutschein ohne Einzahlung, und welche Bedingungen hängen daran?

Ein «Wettgutschein ohne Einzahlung» in der Schweiz ist eine bewilligte Promo-Aktion, die ein kleines Spielguthaben – typisch CHF 10 – aufs Wallet lädt, ohne dass die Spielerin eigenes Geld einzahlt. Im Schweizer Markt war das in der Wintersaison 2025/26 die Stadion-Promo «JouezSport – Patinoires et Stades» der Loterie Romande mit 7’000 Codes. Die Bedingungen: 30 Tage gültig, nicht auszahlbar, einsetzbar nur im verifizierten Konto, räumlich auf die Westschweizer Kantone begrenzt. Wer das Guthaben gewinnt, gewinnt neues Spielguthaben – kein auszahlbares Geld.

Wird der Einsatz einer Gratiswette aus einem Gutschein mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Bei Swisslos und Loterie Romande ist der Einsatz aus einem Gratisspielguthaben nicht auszahlbar – nur der Nettogewinn wird dem Wallet gutgeschrieben, und auch der erst, nachdem er mit eigenem Geld oder durch weitere Wetten in echtes Guthaben umgewandelt wurde. Wer mit einem CHF-10-Gutschein auf Quote 2.50 wettet und gewinnt, bekommt CHF 15 als Spielguthaben, nicht CHF 25 als Auszahlung. Der Gewinn ist da, aber er bleibt im System, bis die Bedingungen der Aktion ihn freigeben.

Gibt es Gutscheine für Bestandskunden, und wo liegen die Grenzen solcher Aktionen?

Ja, in Form von Boosts. Sporttip bietet Bestandskunden Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten und Profitboosts auf den Nettogewinn eines definierten Sportereis, einmalig pro Wettende und Wette, in Einsatz und Erhöhung limitiert. Die Loterie Romande bietet fallweise regionale Aktionen – Stadion-Codes, Saison-Promotionen – die ebenfalls an Bestandskunden gerichtet sind. Die Grenzen liegen in der Gespa-Bewilligung (Anzahl pro Jahr, Höchstwert, Dauer), in den Spielregeln des Veranstalters (Einsatzlimit, Cash-Out-Verfall) und im Geldspielgesetz (kein an Minderjährige gerichtetes Marketing, keine Irreführung).

Gelten Verlustlimiten und Spielsperren auch bei Wetten mit Gutschein?

Die Verlustlimiten beziehen sich auf eigenes Geld und greifen nicht direkt beim Gratisspielguthaben, weil kein eigenes Geld fliesst. Die Spielsperre dagegen gilt unabhängig von der Gutschrift: Wer eine Spielsperre hat, ist von der Teilnahme ausgeschlossen und kann auch keinen Gutschein einlösen. Bei Sporttip muss vor der ersten Wette eine Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden – sie schützt das eigene Geld, nicht das Promo-Guthaben. Wer mit Promo-Guthaben spielt, sollte die Limite so setzen, dass auch das eigene Geld, mit dem das Promo-Guthaben freigespielt werden soll, unter die Limite fällt.

Wie wird der Gewinn einer Wette mit Gutschein aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ist Einsatz × Quote – bei Kombiwetten Einsatz × Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Nettogewinn fliesst ins Wallet, nicht auf das Bankkonto, solange er aus Promo-Guthaben stammt. Bei einem CHF-10-Gutschein auf Quote 1.90 ergibt sich 10 × 1.90 = 19 CHF als Gesamtgewinn, davon 10 CHF nicht auszahlbarer Einsatz und 9 CHF Nettogewinn als neues Spielguthaben.

Geschrieben von der Redaktion „Tenniswettenguide”.

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