Legale Wettanbieter in der Schweiz 2026: Was die Bewilligung erlaubt und was sie kostet
Stand: 20 Oktober 2026 · Geprüft gegen die Bewilligungsliste der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) und das Schweizer Geldspielgesetz (SR 935.51).

Wer in der Schweiz 2026 nach einem «legalen Wettanbieter» sucht, landet schnell bei Listen mit zehn oder zwölf Namen, oft mit ausländischen Marken darunter. Diese Listen geben ein falsches Bild: Das Geldspielgesetz erlaubt Sportwetten nur zwei Veranstaltern, beide sind Lotteriegesellschaften, und wer bei einer anderen Seite wettet, tut das ohne Schweizer Bewilligung. Der folgende Überblick erklärt die Rechtslage entlang der Interkantonalen Vereinbarung von 2019, beschreibt die zwei zugelassenen Anbieter nach Spielregeln, Limiten und Auszahlungsweg, benennt die Folgen für ausländische Seiten ohne Bewilligung und rechnet am Schluss durch, was ein typischer Wetteinsatz im Schnitt kostet.
Die Leseordnung folgt der Frage, die ein Spieler zuerst stellt: Was darf ich überhaupt nutzen, was kostet es mich, und worauf muss ich achten?
Inhaltsverzeichnis
- Neue Wettanbieter in der Schweiz: Warum es sie fast nicht gibt
- Schweizer Wettanbieter im Vergleich: Was die zwei Veranstalter trennt
- Was die Schweizer Bewilligung bedeutet: Gespa, BGS und die Folgen für Spieler
- Spielerschutz in der Schweiz: Wer sperrt, wer hilft, wer zahlt
- Krypto, Anonymität und ausländische Lizenzen: Warum das in der Schweiz nicht funktioniert
- Boni und Gratiswetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und was es kostet
- Zahlungen und Auszahlungsdauer: Wie Geld herein- und herausgeht
- Mobile App und mobile Seite: Wie die zwei Veranstalter auf dem Handy abschneiden
- Livewetten und Cash-Out: Was die Schweizer Anbieter bieten
- Wettarten, Quoten und Marge: Was eine Quote über den Anbieter verrät
- Sportarten und Wettbewerbe: Was auf die Liste darf und was nicht
- Die zugelassenen Schweizer Anbieter im Detail
- Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: Was sie sind und was sie nicht sind
- Was ein typischer Wetteinsatz rechnerisch kostet
- Häufige Fragen zu legalen Wettanbietern in der Schweiz
Neue Wettanbieter in der Schweiz: Warum es sie fast nicht gibt
Wer «neue Wettanbieter» oder «neue Wettanbieter 2026» sucht, stösst rasch auf eine Eigenheit des Schweizer Marktes: Er ist nicht offen, und er wird auch nicht offen. Eine neue Marke kann nicht einfach eine Bewilligung beantragen, weil das Gesetz nur zwei Veranstalter zulässt. Die Liste der Gespa enthält deshalb auch keinen Wettbewerb neuer Gesichter, sondern eine Sperrliste der Seiten, die Schweizer Anschlüsse gar nicht erreichen sollen.

Warum der Markt geschlossen bleibt
Das Geldspielgesetz (BGS) regelt die Grossspiele und verlangt für jedes Spiel eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Die Kantone haben mit der Interkantonalen Vereinbarung von 2019 festgelegt, dass Sportwetten durch Swisslos und die Loterie Romande durchgeführt werden, und sie haben keine weiteren Veranstalter zugelassen. Eine «neue» Marke, die in der Schweiz wirbt, ist deshalb fast immer eine ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung, oder ein bestehender Anbieter mit neuem Markennamen und unveränderter Lizenz im Ausland.
Was sich hinter neuen Marken verbirgt
Wer in der Schweiz einen neuen Namen entdeckt, sollte drei Dinge prüfen: Sitz und Bewilligung in der Schweiz, Eintrag auf der Sperrliste der Gespa, und die Auszahlungsbedingungen. Ist keine Schweizer Bewilligung da, gilt: keine Anlaufstelle bei Streit in der Schweiz, kein Eintrag im Schweizer Sperrregister, und die Gewinne fallen je nach Kanton anders in die Einkommensteuer (siehe Schweizer Anbieter und ihre Bewilligung).
Was das für Spieler bedeutet
Wer eine neue Marke ausprobiert, sollte sich bewusst sein, dass sie kein Ersatz für die zwei zugelassenen Veranstalter ist. Das Angebot kann breiter aussehen, der Schutz ist aber kleiner. Wer bei einer Schweizer Verkaufsstelle spielt, ist automatisch bei Swisslos oder Loterie Romande, je nach Kanton. Wer online spielen will, kann sich nur dort registrieren, wo er Wohnsitz hat.
Schweizer Wettanbieter im Vergleich: Was die zwei Veranstalter trennt
Die zwei Veranstalter sind keine Konkurrenten im wirtschaftlichen Sinn, weil sie ihr Gebiet nicht teilen: Wer in Zürich wohnt, kann nicht bei Jouez Sport spielen, und wer in Genf wohnt, hat keinen Zugang zu Sporttip. Ein direkter Vergleich ist trotzdem sinnvoll, weil Spieler die Spielregeln, die App und die Auszahlungswege vergleichen können, bevor sie ein Konto eröffnen.
Einordnung der zwei Anbieter nach Bewilligung
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter | Wettangebot |
|---|---|---|---|
| Swisslos | Ja, als einer von zwei Veranstaltern nach BGS zugelassen | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel | Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande (jeux.loro.ch) | Ja, als einer von zwei Veranstaltern nach BGS zugelassen | Loterie Romande, Sitz Lausanne | Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone |
Beide Organisationen sind Genossenschaften, keine privaten Anbieter, und ihr Reingewinn fliesst nach der IKV 2020 zu 50 % nach ständiger Bevölkerungszahl und zu 50 % nach Spieleinsätzen an die Vereinbarungskantone zurück. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande wettet, finanziert damit gemeinnützige Zwecke im eigenen Kanton mit.
Wo die Spieler sich registrieren können
Die Online-Registrierung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters, mindestens 18 Jahre und keine laufende Spielsperre. Eine Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft, eine Routine, die in Schweizer Bewilligungen vorgeschrieben ist und die Anonymität ausschliesst.
Wie sich die Spielregeln der zwei Veranstalter unterscheiden
Die Unterschiede zwischen den zwei Anbietern liegen weniger in den Wettquoten als in den Spielregeln: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz, Cash-Out-Bedingungen, Systemwetten und Boost-Funktionen sind in den Spielregeln festgelegt, die jeder Anbieter selbst publiziert. Sporttip veröffentlicht diese Regeln in der Version 4.2 mit allen Limiten und Funktionen, Jouez Sport hat ein eigenes Regelwerk, das auf der Website einsehbar ist. Wer den Anbieter wechselt, sollte diese Regeln lesen, weil sich die Funktionspalette unterscheidet.
Was die Schweizer Bewilligung bedeutet: Gespa, BGS und die Folgen für Spieler
Die Schweizer Bewilligung ist keine Marketing-Plakette. Sie kommt mit konkreten Pflichten für den Veranstalter und konkreten Rechten für die Spielenden: Die Gespa beaufsichtigt, das BGS regelt, was angeboten werden darf, und das Geldspielkonkordat sorgt dafür, dass die Regeln zwischen den Kantonen einheitlich sind.
Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinn von Art. 3 lit. c und e BGS. Veranstalter brauchen eine Veranstalterbewilligung (Art. 21 BGS) und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 25 BGS). Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS), eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland entfaltet keine Wirkung. Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.
Welche Sportarten und Wettarten erlaubt sind
Die Gespa führt eine Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die am 10. September 2026 in der jüngsten Version vorlag. Was dort nicht steht, darf nicht angeboten werden. Ecken- und Kartenmärkte sind nicht auf der Liste, und Esports fehlt als eigene Kategorie. Wettereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS), Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Rangierungswetten nur, wenn sie in der Liste stehen. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt.
Was die Sperrliste der Gespa bewirkt
Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren. Die Liste umfasste Ende 2025 671 Domains, die erste Liste erschien am 3. September 2019. Geblockte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Effekt, den die Gespa Domain-Hopping nennt. Wer auf eine gesperrte Seite zugreifen will, stösst auf eine DNS-Sperre, nicht auf eine inhaltliche Warnung. Die Sperrliste ist nicht abschliessend, sie erfasst nur ausländische Seiten ohne Schweizer Bewilligung.
Folgen für Spieler bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung
Wer bei einer ausländischen Seite ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat in der Schweiz keine Anlaufstelle bei Streit, keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister und keinen Schutz bei Insolvenz. Die Gewinne unterliegen je nach Kanton einer anderen Steuerpraxis: Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen als Einkommen unabhängig vom Betrag, andere Kantone verfahren anders. Die Gespa kann Domains blockieren, ein verlässlicher Schutz ist das nicht.
Spielerschutz in der Schweiz: Wer sperrt, wer hilft, wer zahlt
Der Spielerschutz ist kein Zusatz, er ist Teil der Bewilligung. Die zwei Veranstalter sind verpflichtet, Identität zu prüfen, Minderjährige auszuschliessen, Spielsperren einzutragen und Verlustlimiten zu setzen. Wer bei einem ausländischen Anbieter ohne diese Pflichten wettet, hat keinen dieser Schutzmechanismen.

Wer in der Schweiz spielen darf
Sportwetten stehen Personen ab 18 offen. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen, das gilt sowohl an Verkaufsstellen als auch online. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten, eine Regel, die Insiderwetten verhindert. Bei Sporttip wird die Online-Registrierung gegen Adressdatenbanken geprüft, Mehrfachregistrierungen sind nicht möglich.
Verlustlimiten und Einzahlungslimiten
Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Das BGS schreibt vor, dass eine Senkung sofort, eine Erhöhung frühestens nach 24 Stunden gilt; Swisslos wendet 72 Stunden an, also konservativer als das Gesetz.
Spielsperre und Selbstsperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, eine Fachstelle ist dabei eingebunden. Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.
Was verkaufsstellenbasierter Schutz leistet
Die Gespa führt Testkäufe durch. 2025 wurde an Verkaufsstellen in 47.5 % von 200 Fällen ein Sportwett-Tipp an Minderjährige verkauft, ein Resultat, das zeigt, dass der Schutz an Verkaufsstellen nicht so dicht ist wie die Bewilligung vermuten lässt. Wer also die Verkaufsstelle als zusätzliche Kontrolle versteht, sollte dieses Resultat kennen.
Krypto, Anonymität und ausländische Lizenzen: Warum das in der Schweiz nicht funktioniert
Krypto-Wettanbieter und anonyme Zahlungen sind in der Schweizer Bewilligung nicht vorgesehen. Gewinne werden in der Schweiz nur auf ein Konto auf den eigenen Namen ausbezahlt, anonyme Auszahlungen sind im Bewilligungsregime nicht möglich. Wer eine Krypto-Seite nutzt, verlässt den Schutzrahmen vollständig.
Warum Krypto-Anbieter keine Schweizer Bewilligung haben
Krypto-Wettanbieter werben mit anonymen Zahlungen und ohne Limits. Beides ist mit dem Schweizer Bewilligungsregime nicht vereinbar: Die Auszahlung muss auf ein Konto auf den Namen des Spielenden gehen (Art. 50 Abs. 2 VGS), eine Krypto-Wallet ohne Namenszuordnung erfüllt diese Anforderung nicht. Auch das Kreditverbot (Art. 75 Abs. 1 BGS) schliesst Modelle aus, die Guthaben vorfinanzieren. Krypto-Anbieter haben deshalb keine Schweizer Bewilligung, und ihre Domains können auf der Sperrliste landen.
Was eine ausländische Lizenz in der Schweiz bedeutet
Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das heisst nicht, dass die Lizenz dort wertlos ist, sondern dass sie hier nicht anerkannt wird. Für Schweizer Spieler bedeutet das: kein Schutz durch die Schweizer Aufsicht, keine Anlaufstelle bei Streit in der Schweiz, und je nach Kanton eine andere Besteuerung der Gewinne.
Warum Anonymität im Bewilligungsregime nicht möglich ist
Die Identitätsprüfung ist nicht optional, sie ist Teil der Bewilligung. Wer sich online bei Swisslos registriert, muss einen Ausweis hochladen, dessen Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Anonyme Wetten sind in diesem Regime nicht vorgesehen. Wer bewusst anonym wettet, nutzt eine ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung, mit allen Folgen, die das hat.
Boni und Gratiswetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und was es kostet
Boni und Gratiswetten sind in der Schweizer Bewilligung eng begrenzt. Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Aufsicht, eine Werbeaktion ohne Bewilligung ist nicht erlaubt. Bei Sporttip gibt es den Kombiboost und Quotenboosts, beides klar definierte Funktionen, keine offenen Werbeaktionen wie auf ausländischen Märkten.
Wie das BGS Gratisguthaben behandelt
Gratisguthaben, Gratiswetten und Freispiele brauchen die Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 erteilte die Aufsicht 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wer eine Werbeaktion ohne diese Zustimmung bewirbt, bewegt sich ausserhalb der Bewilligung. Für Spieler bedeutet das: weniger Aktionen, aber auch weniger Bedingungsdickicht.
Welche Boosts Sporttip anbietet
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, vor dem Spiel, live und für Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide Boosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Was eine Gratisspielguthaben-Aktion tatsächlich bringt
Wer bei Swisslos eine Promotion nutzt, sollte drei Punkte prüfen: Welche Quote ist erforderlich, wie lange gilt die Aktion, und was geschieht mit einem Cash-Out während der Aktion. Beim Kombiboost ist die Mindestquote 1.50 pro Voraussage, beim Quotenboost zählt nur eine Voraussage. Beide Boosts verfallen bei einem Cash-Out, der Boost wird also nicht mit dem Gewinn ausbezahlt. Wer die Bedingungen nicht liest, verliert den Vorteil im entscheidenden Moment.
Warum ausländische Boni hier nicht greifen
Wer eine ausländische Seite ohne Schweizer Bewilligung nutzt, sieht dort grössere Boni, andere Bedingungen, andere Auszahlungswege. Diese Boni sind nicht durch die Gespa kontrolliert, nicht im Schweizer Sperrregister erfasst und nicht durch die Schweizer Aufsicht geschützt. Wer einen Bonus annimmt, akzeptiert die Bedingungen dieser Seite, ohne den Schutz der Schweizer Bewilligung.
Zahlungen und Auszahlungsdauer: Wie Geld herein- und herausgeht
Einzahlung und Auszahlung laufen über Schweizer Konten auf den eigenen Namen. PostFinance Pay ist eine direkte Auflademöglichkeit bei Swisslos, klassische Bank- und Postüberweisung sind die Standardauszahlungswege. Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es im Bewilligungsregime nicht.
Welche Spiwege es gibt
Das Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein aufladen, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Welche Online-Zahlungsmittel genau verfügbar sind, steht auf der Zahlungsseite des Anbieters und ändert sich öfter als die Spielregeln.
Wie Auszahlungen funktionieren
Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Welche Zahlungswege es nicht gibt
PayPal, Paysafella, Klarna und andere E-Wallets sind auf ausländischen Buchmacher-Seiten üblich, bei den zwei Schweizer Veranstaltern aber nicht zwingend verfügbar. Wer eine bestimmte Zahlungsmarke sucht, prüft die Zahlungsseite des Anbieters. Eine pauschale Aussage, dass diese oder jene Marke verfügbar sei, lässt sich für die zwei Schweizer Anbieter nicht treffen, weil das Angebot vom Anbieter selbst bestimmt wird.
Was bei Streit mit dem Anbieter hilft
Wer eine Auszahlung verweigert bekommt, hat innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben. Wer innerhalb von 26 Wochen nach öffentlicher Bekanntmachung der Wettauswertung seinen Gewinn nicht geltend macht, verliert ihn zugunsten des Swisslos-Zwecks. Diese Fristen sind hart, ein späterer Anruf hilft nicht. Wer bei einer ausländischen Seite ohne Schweizer Bewilligung wettet, hat diese Wege nicht und ist auf den Kundendienst der jeweiligen Seite angewiesen.
Mobile App und mobile Seite: Wie die zwei Veranstalter auf dem Handy abschneiden
Beide Veranstalter bieten mobile Webseiten und Apps für iOS und Android an. Die Apps spiegeln im Wesentlichen das Online-Angebot, mit dem Vorteil, dass man Limiten und Sperren direkt im Konto einstellen kann. Wer auf dem Handy wettet, sollte prüfen, welche Funktionen die App unterstützt und wie sie Live-Wetten und Cash-Out umsetzt.
Was die Swisslos-App kann
Die Swisslos-App bietet das vollständige Sporttip-Angebot inklusive Livewetten und Cash-Out. Limiten lassen sich direkt im Konto einstellen, eine Spielsperre ist über das Konto möglich. Push-Benachrichtigungen informieren über Spielergebnisse und Auszahlungen. Die App liest die Online-Identität aus dem Konto, eine separate Registrierung ist nicht nötig.
Was die Loterie-Romande-App kann
Die App von Loterie Romande deckt das Jouez-Sport-Angebot ab, inklusive Livewetten und Cash-Out. Limiten und Sperren werden im Konto verwaltet. Wer in der Westschweiz wohnt, kann sich online registrieren und die App direkt mit dem Konto verbinden.
Worauf man bei einer Wett-App am angewiesensten ist
Eine gute Wett-App lässt sich an drei Punkten messen: Wie schnell Live-Quoten aktualisiert werden, wie zuverlässig der Cash-Out funktioniert, und wie einfach sich Limiten anpassen lassen. Wer auf dem Handy wettet, sollte diese drei Punkte vor der ersten Wette prüfen, nicht erst, wenn die Quoten sich ändern oder eine Auszahlung ansteht.
Livewetten und Cash-Out: Was die Schweizer Anbieter bieten
Livewetten sind erlaubt, der Ausstieg vor Spielende ist eine Funktion des Anbieters. Bei Sporttip ist nur der vollständige Cash-Out möglich, ein Teilausstieg nicht. Cash-Out-Beträge sind tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg und können vom Anbieter jederzeit geändert werden.
Was Livewetten bei Sporttip bedeuten
Sporttip erlaubt Livewetten vor und während des Spiels. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in solchen Momenten setzt, riskiert den Verlust des Einsatzes.
Wie Cash-Out bei Sporttip funktioniert
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Was Cash-Out bei Loterie Romande bietet
Jouez Sport bietet Cash-Out nach eigenen Regeln, die auf der Website stehen. Welche Wetten cash-out-fähig sind, ob es eine Teilauszahlung gibt und wie der Cash-Out-Betrag berechnet wird, hängt von den Spielregeln des Anbieters ab. Wer Cash-Out nutzt, sollte diese Regeln vor der ersten Wette lesen.
Warum Cash-Out nie eine Garantie ist
Der Cash-Out-Betrag ist kein garantierter Gewinn. Er hängt vom Spielstand ab, der Anbieter kann ihn jederzeit ändern, und der Anbieter muss Cash-Out nicht für jede Wette anbieten. Wer mit Cash-Out plant, sollte verstehen, dass der Anbieter die Spielregeln in der Hand hält, nicht der Spieler.
Wettarten, Quoten und Marge: Was eine Quote über den Anbieter verrät
Quoten verschiedener Anbieter lassen sich nicht direkt vergleichen, weil die Marge in der Quote steckt. Wer versteht, was eine Marge ist, sieht zwei Anbieter mit unterschiedlichen Quoten auf dasselbe Ereignis mit anderen Augen: Der eine gibt mehr zurück, der andere weniger. Wer viele kleine Wetten platziert, merkt den Unterschied im Jahr.
Was eine Quote über die Marge aussagt
Eine Quote ist der Preis, den der Anbieter für einen Einsatz zahlt. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 und 1.90 beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote, in diesem Beispiel etwa 5 %. Bei einem Drei-Wege-Markt ist die Marge höher, weil der Anbieter mehr Spielraum braucht. Wer die Marge kennt, vergleicht Anbieter, nicht Quoten.
Wie Kombinationen den Preis verändern
Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Eine Wette mit drei Voraussagen zu Quoten 1.50, 2.00 und 3.00 hat die Gesamtquote 9.00. Der Einsatz wird mit der Gesamtquote multipliziert, das ist der mögliche Gewinn. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen gleichzeitig gespielt, der Einsatz verteilt sich auf alle Kombinationen.
Welche Sonderwetten die Anbieter kennen
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Eine klassische Kombiwette auf zwei abhängige Voraussagen wird nicht angenommen; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich an, kann sie die ganze Kombination für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer abhängige Märkte kombinieren will, nutzt den Bet-Builder.
Wie die Gewinnberechnung bei Sporttip funktioniert
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote, bei Kombinationen Einsatz mal Gesamtquote. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Gewinn einer Wette zu Quote 2.50 mit Einsatz CHF 10 ist CHF 25, vor der Rundung CHF 25.00, nach der Rundung CHF 24.95. Wer das versteht, sieht, dass kleine Quotenunterschiede auf den Rappen genau zählen.
Sportarten und Wettbewerbe: Was auf die Liste darf und was nicht
Die Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten wird von der Gespa geführt und ist die Grundlage für das Angebot der zwei Veranstalter. Wetten auf Esports und auf viele Spezialmärkte sind nicht erlaubt, was das Angebot für Spieler einschränkt, die an diesen Märkten interessiert sind.
Welche Sportarten im Zentrum stehen
Fussball, Eishockey, Tennis, Handball und Wintersport sind die tragenden Sportarten auf der Gespa-Liste. Internationale Wettbewerbe sind breit abgedeckt, nationale Ligen je nach Saison. Die genauen Wettbewerbe und Wettarten stehen in der Liste vom 10. September 2026, sie wird regelmässig angepasst.
Warum Esports und Spezialmärkte fehlen
Esports ist auf der Gespa-Liste nicht als eigene Kategorie geführt. Wetten auf Esports gehören damit nicht zum erlaubten Angebot der zwei Schweizer Veranstalter. Wer auf Esports wetten will, kann das nur bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung tun, mit allen Folgen, die eine solche Seite hat.
Welche Wettbewerbe für die WM, EM und andere Turniere stehen
Welt- und Europameisterschaften sind auf der Liste, wenn sie den Anforderungen der Gespa entsprechen. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie in der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie explizit aufgeführt sind. Wer vor einem Turnier wissen will, welche Wettbewerbe verfügbar sind, prüft die Liste direkt.
Welche Wettarten angeboten werden
Die Standardmärkte 1X2, Über/Unter und Handicap stehen für die grossen Sportarten zur Verfügung. Ecken- und Kartenmärkte sind nicht erlaubt. Langzeitwetten auf Meisterschaften oder Turniersieger sind möglich, sofern sie die Bedingungen der Gespa erfüllen. Welche Wettarten für welchen Wettbewerb verfügbar sind, hängt vom Anbieter und seinem Programm ab.
Die zugelassenen Schweizer Anbieter im Detail
Die folgenden beiden Anbieter sind die einzigen, die in der Schweiz eine Bewilligung für Sportwetten haben. Beide werden nach ihren Spielregeln, Limiten, Funktionen und Besonderheiten beschrieben. Beide erfüllen die Anforderungen des BGS, beide sind in der Gespa-Aufsicht, beide haben Spielerschutz und Sperrregister. Sie unterscheiden sich in Verbreitgebiet und in Details der Spielregeln.
Swisslos Sporttip: Was das Angebot trägt
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip für die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Interkantonale Vereinbarung von 2019 ist die Grundlage dieses Angebots, die Gespa beaufsichtigt.
Das Wettangebot umfasst Einzelwetten, Kombinationswetten und Systemwetten auf das volle Programm der Gespa-Liste. Mindesteinsatz ist CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Diese Limiten sind enger als auf ausländischen Seiten, aber Teil der Bewilligung.
Cash-Out ist nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung möglich, vor Spielbeginn und live, für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitigen Ausstieg und kann jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Die Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage werden vom Spieler selbst gesetzt, die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine produktbezogene Spielsperre ist für 1 bis 180 Tage möglich, eine unbefristete Sperre wird ins Schweizer Register eingetragen.
Der Bruttospielertrag aus Sportwetten betrug 2025 CHF 169 Mio., 2024 waren es CHF 182 Mio., ein Rückgang von 7.0 %, den der Geschäftsbericht auf neue Limitierungen im Vertrieb über Verkaufsstellen zurückführt. Die Spielsuchtabgabe beträgt 0.5 % des Bruttospielertrags aus Lotterien und Sportwetten, 2025 waren es CHF 3’863’790. Diese Zahlen zeigen, dass das Sportwetten-Geschäft von Swisslos substantiell ist, aber unter Druck steht.
Die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, keine Spielsperre, einmalige Registrierung pro Person. Die Identität wird gegen Adressdatenbanken geprüft. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen.
Wer bei Swisslos wettet, bekommt das engere Programm der Gespa-Liste, dafür vollen Schweizer Schutz, Auszahlung auf ein Schweizer Konto und die Möglichkeit, sich selbst zu limitieren oder zu sperren. Wer ein breiteres Programm sucht, muss eine ausländische Seite nutzen, mit allen Folgen.
Loterie Romande Jouez Sport: Was die Westschweizer Seite bietet
Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) hat ihren Sitz in Lausanne und veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Die Aufsicht führt die Gespa, die Bewilligung gilt nur in der Schweiz.
Die Online-Registrierung folgt den Vorgaben des BGS und der VGS, mit Identitätsprüfung, Wohnsitz im Vertragsgebiet und Volljährigkeit. Die Spielregeln von Jouez Sport sind auf der Seite des Anbieters einsehbar und enthalten die genauen Limiten, Funktionen und Auszahlungswege. Welche Werte für Jouez Sport im Detail gelten, hängt von der aktuellen Spielregel-Version ab.
Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit Jouez Sport einen Anbieter, der in französischer Sprache spielt, in der Westschweiz verankert ist und die gleichen Schutzmechanismen wie Sporttip anbietet. Wer zwischen den Sprachregionen wechselt, kann das Konto nicht mitnehmen, weil die Vertragsgebiete getrennt sind.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: Was sie sind und was sie nicht sind
Die folgenden Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung, sie sind hier nur als Referenz aufgeführt, weil Schweizer Spieler ihnen im Internet begegnen. Sie werden beschrieben, nicht beworben. Wer bei einer dieser Seiten wettet, tut das ausserhalb des Schweizer Bewilligungsregimes.
AmunRa: Ägyptisches Thema, keine Schweizer Erlaubnis
AmunRa wirbt mit ägyptischem Thema und grosszügigen Boni, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus dem Ausland, falls vorhanden, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer dort wettet, hat keinen Schutz durch die Gespa, keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, und die Gewinne fallen je nach Kanton in eine andere Steuerpraxis.
HighFlyBet: «Flieger»-Thema, ohne Schweizer Bewilligung
HighFlyBet wirbt mit «fliegenden» Gewinnen und hohen Quoten, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, falls vorhanden, gilt in der Schweiz nicht. Wer dort wettet, ist auf den Kundendienst der Seite angewiesen, nicht auf die Gespa.
Rollbit: Krypto-Wetten, keine Schweizer Bewilligung
Rollbit wirbt mit Krypto-Wetten und anonymen Zahlungen. Beides ist mit dem Schweizer Bewilligungsregime nicht vereinbar. Eine ausländische Lizenz gilt in der Schweiz nicht. Rollbit hat keinen Zugang zum Schweizer Sperrregister, und Auszahlungen auf Schweizer Konten sind im Bewilligungsregime nicht garantiert. Wer Krypto-Wetten sucht, verlässt den Schutz der Schweizer Bewilligung vollständig.
FortuneJack: Bitcoin im Namen, ohne Schweizer Erlaubnis
FortuneJack trägt Bitcoin im Markenkern und wirbt mit Krypto-Auszahlungen. Eine Schweizer Bewilligung hat FortuneJack nicht. Eine ausländische Lizenz, falls vorhanden, gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). FortuneJack kann auf der Gespa-Sperrliste landen.
DirectionBet: «Richtung»-Marke, keine Schweizer Lizenz
DirectionBet wirbt mit Auswahl und Übersicht, hat aber keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, falls vorhanden, gilt in der Schweiz nicht. DirectionBet hat keinen Zugang zur Schweizer Aufsicht und zum Sperrregister.
Playzilla: Grosses Spielportfolio, ohne Schweizer Erlaubnis
Playzilla wirbt mit einem breiten Spielportfolio und Casino-Spielen neben Sportwetten. Eine Schweizer Bewilligung hat Playzilla nicht. Die Seite kann auf der Gespa-Sperrliste landen.
Betovo: Junges Design, ohne Schweizer Lizenz
Betovo tritt mit jungem Design und grosszügigen Boni auf. Eine Schweizer Bewilligung hat Betovo nicht. Betovo ist nicht an die Schweizer Spielregeln und Schutzpflichten gebunden.
Boomerang Bet: Australisches Thema, ohne Schweizer Erlaubnis
Boomerang Bet wirbt mit australischem Thema und Cash-Out-Funktion. Eine Schweizer Bewilligung hat Boomerang Bet nicht. Boomerang Bet hat keinen Zugang zur Schweizer Aufsicht.
Was ein typischer Wetteinsatz rechnerisch kostet
Wer regelmässig wettet, zahlt die Marge des Marktes. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Franken einbehält. Wer das versteht, sieht Quoten mit anderen Augen.
Warum die Marge über die Zeit entscheidet
Eine einzelne Wette zeigt die Marge nicht. Wer über Monate wettet, sieht die Marge als konstanten Abzug vom Einsatz. Ein Anbieter mit 3 % Marge gibt CHF 30 mehr pro CHF 1’000 Einsatz zurück als einer mit 6 % Marge. Wer das versteht, vergleicht Anbieter nicht nach den besten Einzelquoten, sondern nach der durchschnittlichen Marge über sein Wettprogramm.
Wo die Marge am höchsten ist
Die Marge ist nicht überall gleich. Drei-Wege-Märkte wie 1X2 haben eine höhere Marge als Zwei-Wege-Märkte, Spezialwetten eine höhere als Standardmärkte, Langzeitwetten eine höhere als Kurzzeitwetten. Wer Wetten mit hoher Marge meidet, hält mehr vom Einsatz zurück. Wer die Marge pro Markt kennt, wählt die Märkte mit dem geringsten Abzug.
Häufige Fragen zu legalen Wettanbietern in der Schweiz
Welche Wettanbieter sind in der Schweiz erlaubt?
In der Schweiz sind nur zwei Veranstalter für Sportwetten zugelassen: Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Beide haben eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Andere Anbieter, ob mit ausländischer Lizenz oder ohne, haben keine Schweizer Bewilligung.
Wie viele Wettanbieter mit Schweizer Bewilligung gibt es, und für welche Kantone gelten sie?
Es gibt zwei Wettanbieter mit Schweizer Bewilligung, jeder für eine klar abgegrenzte Region. Swisslos mit Sporttip bedient 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), das Tessin und Liechtenstein. Die Loterie Romande mit Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Eine Person kann sich nur bei dem Anbieter registrieren, in dessen Vertragsgebiet sie Wohnsitz hat.
Welche Wettanbieter sind seriös, und woran lässt sich eine Schweizer Bewilligung erkennen?
Seriös in der Schweiz bedeutet, eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz zu haben und von der Gespa beaufsichtigt zu sein. Das sind nur Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland ist in der Schweiz nicht anerkannt. Wer die Schweizer Bewilligung prüfen will, schaut auf der Website des Anbieters, ob die Gespa-Aufsicht und die Veranstalterbewilligung erwähnt sind, und gleicht das mit der Liste der Gespa ab.
Was bedeutet die Sperrliste der Gespa für ausländische Wettanbieter?
Die Gespa führt eine Sperrliste mit Domains ausländischer Wettanbieter ohne Bewilligung. Schweizer Telekomanbieter blockieren diese Domains per DNS, ein Zugriff ist dann nicht möglich. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains, die erste Liste erschien am 3. September 2019. Geblockte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Effekt, den die Gespa Domain-Hopping nennt. Die Sperrliste ist nicht abschliessend, sie erfasst nur die Seiten, die die Gespa aktiv aufnimmt.
Welcher Wettanbieter hat die besten Quoten, und was sagt eine Quote über die Marge des Anbieters aus?
Die zwei zugelassenen Anbieter haben je nach Markt unterschiedliche Quoten, ein pauschaler Vergleich «der eine hat immer bessere Quoten» lässt sich nicht treffen. Wer Quoten vergleicht, sollte auf die Marge achten: Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ), die Marge 100 % minus Auszahlungsquote. Bei einem Zwei-Wege-Markt zu 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 %, die Marge bei etwa 5 %. Eine tiefere Marge bedeutet mehr Auszahlung pro Franken Einsatz.
Wie werden Gewinne aus Sporttip und Jouez Sport besteuert, und was bedeutet der Steuerfreibetrag je nach Kanton?
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, darüber wird Verrechnungssteuer von 35 % abgezogen. Die Bundesschwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025 waren es CHF 1’070’400), die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Wer deutlich unter dieser Schwelle bleibt, hat keine Einkommensteuer auf den Gewinn und keine Verrechnungssteuer. Bei Unsicherheit über die kantonale Schwelle oder die eigene Situation ist die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater die richtige Anlaufstelle.
Was kostet eine Wette zu Quote 1.90 im Schnitt?
Ein Spieler setzt im Monat CHF 1’000, gestückelt in viele einzelne Wetten auf einen Zwei-Wege-Markt zu typischen Quoten 1.90 / 1.90. Die Auszahlungsquote dieses Marktes ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Die Marge beträgt entsprechend etwa 5 %. Bei einer Auszahlungsquote von 95 % und CHF 1’000 Umsatz liegt die statistisch erwartete Auszahlung bei rund CHF 950, der erwartete Verlust bei rund CHF 50.
Das ist ein statistischer Mittelwert über viele Wetten, kein Ergebnis einer einzelnen Wette. Eine einzelne Wette kann mehr oder weniger auszahlen, der Durchschnitt 5 % gilt über die Zeit.
Erstellt von der Redaktion von „Tenniswettenguide”.
