Afrika-Cup Wetten in der Schweiz: was erlaubt ist, wie der Markt funktioniert und was eine Quote kostet
Aktualisiert am 20 Oktober 2026 · Bewilligungs- und Spielregelstatus geprüft gegen die Angaben der Gespa und die Spielregeln von Swisslos Sporttip.

Der Afrika-Cup ist ein Fussballturnier, kein Quotenspiel. Wer in der Schweiz darauf setzen will, hat genau zwei bewilligte Gegenüber: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere, was im Internet mit markigen Logos um afrikanische Spiele wirbt, fällt ausserhalb der Schweizer Bewilligung und damit ausserhalb des Schutzrahmens, den das Geldspielgesetz aufspannt. Dieses Turnier, seine Einordnung, die Wettangebote der beiden bewilligten Veranstalter, der Aufbau einer Quote und die konkreten Kosten einer Wette auf den Afrika-Cup – vom Mindesteinsatz bis zur Verrechnungssteuer – sind Gegenstand der folgenden Übersicht.
Inhaltsverzeichnis
- Der Afrika-Cup als Wettgegenstand: was gespielt wird, wer spielt und wann
- Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten darf
- Spielregeln, die jede Wette auf den Afrika-Cup betreffen
- Quoten, Marge und das, was eine Wette wirklich kostet
- Schutzregeln, die unabhängig vom Turnier gelten
- Steuern auf Wettgewinne: Freibetrag, Verrechnungssteuer und kantonale Praxis
- Die zwei bewilligten Veranstalter im Detail
- Die ausländischen Marken im Überblick
- Was eine Wette auf den Afrika-Cup konkret zurückbringt: das Beispiel
- Was bei einer Livewette zu beachten ist
- Afrika-Cup 2027: was bis zum Anpfiff noch zu klären ist
- Wann der Blick auf das Turnier endet
- Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zum Wetten in der Schweiz
Der Afrika-Cup als Wettgegenstand: was gespielt wird, wer spielt und wann
Turnierformat und jüngste Ausgabe
Der Afrika-Cup wird von der CAF, dem afrikanischen Fussballverband, organisiert und seit 1957 ausgetragen. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil, gespielt wird in Gruppen und anschliessend im K.-o.-Modus mit Verlängerung und Elfmeterschiessen bei Gleichstand.

Die Ausgabe 2025 wurde vom Sommer auf den Jahreswechsel verschoben, weil sich der Termin mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 überschnitt. Sie fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt, mit 24 Nationen in sechs Vierergruppen. Die beiden Gruppenersten und die vier besten Gruppendritten erreichten das Achtelfinale, danach folgte das K.-o.-System mit Verlängerung und Penaltyschiessen bei Gleichstand.
Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko mit 1:0 nach Verlängerung. Zwei Monate später wertete die CAF das Spiel mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Torschützenkönig war Brahim Díaz (Marokko) mit fünf Treffern. Im Spiel um Platz drei setzte sich Nigeria im Elfmeterschiessen mit 4:2 gegen Ägypten durch.
Die nächste Ausgabe: Sommer 2027
Die nächste Austragung ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. Zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften angemeldet. Es gibt keinen Afrika-Cup, der im Kalenderjahr 2026 stattfindet; das Datum und die Jahrgangszahl im Suchbegriff bezeichnen das Erscheinungsjahr dieser Seite, nicht einen realen Wettbewerb. Ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre ausgetragen werden, was den Rhythmus von zwei auf vier Jahre verändert.

Wer plant, auf den nächsten Afrika-Cup zu setzen, schaut jetzt in den Sommer 2027 und damit auf einen Horizont von rund einem Jahr, in dem sich Kader, Formkurven und Wettmärkte noch deutlich verschieben können. Wer auf die Ausgabe 2025 zurückblickt, hebt eine Ausgabe, deren sportlicher Ausgang politisch noch nicht abschliessend geklärt ist.
Warum das Turnier in Schweizer Wettprogrammen auftaucht
Der Afrika-Cup gehört zu den Fussballereignissen, die in der Schweiz bewilligt sind. Die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht, führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die als geschlossene Liste funktioniert: Was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Dass die beiden bewilligten Veranstalter Afrika-Cup-Spiele im Programm haben, ist eine direkte Folge dieser behördlichen Vorgabe, nicht das Resultat einer eigenen Initiative der Veranstalter.
Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten darf
Die zwei bewilligten Veranstalter
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von zwei Veranstaltern angeboten werden: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Diese Beschränkung folgt aus dem Geldspielgesetz und der interkantonalen Vereinbarung von 2020, die den Kreis der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf diese zwei festlegt. Eine ausländische Bewilligung, gleich aus welchem Land sie stammt, hat in der Schweiz keine Wirkung. Angebote ohne Schweizer Bewilligung fallen unter die Gespa-Sperrliste, deren Domains in der Schweiz via DNS blockiert werden.
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Geschäftssitz in Basel, veranstaltet Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung von 2019. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort Wohnsitz hat, kann ein Online-Konto eröffnen und auf das Sporttip-Programm zugreifen. Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit rund 2 350 Verkaufsstellen und etwa 221 Mitarbeitenden.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und Produkt | Bewilligungsrahmen |
|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip | IKV 2020, BGS SR 935.51 |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS, Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport | IKV 2020, BGS SR 935.51 |
| Bruce Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| 1xBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| Funbet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| Boomerang Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| BetLabel | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| Gamdom | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| Pribet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
| WirWetten | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut eigenen Angaben nicht etabliert; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) | Auf der Gespa-Sperrliste blockierbar |
Die Tabelle zeigt, was im Schweizer Recht zählt: die Bewilligung, nicht das Logo. Beide Schweizer Veranstalter sitzen in der gleichen Aufsichtsstruktur und tragen die gleiche Verantwortung gegenüber der Sperrdatei und den Verlustlimiten. Die ausländischen Marken sind nicht deshalb schlecht, weil sie schlecht wären, sondern weil sie in der Schweiz rechtlich keine Sportwette anbieten dürfen, keine Sperre im Schweizer Register auslösen, kein Beschwerdeweg in der Schweiz eröffnen und ihre Gewinne je nach Kanton anders besteuert werden.
Was eine Schweizer Bewilligung konkret bedeutet
Eine Schweizer Bewilligung bringt fünf Punkte mit, die zusammen den Rahmen setzen:
- Anbieter untersteht der Gespa-Aufsicht mit Spielregeln und Spielbewilligung pro Wettbewerb
- Anbieter ist an die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten gebunden
- Anbieter ist an das Schweizer Spielregister (Sperre, Identitätsprüfung) angeschlossen
- Spielerlimiten und Auszahlungen unterliegen den Schweizer Spielerschutzregeln
- Gewinne bis zum Freibetrag sind einkommensteuerfrei und ohne Verrechnungssteuer
Eine ausländische Bewilligung bringt diese fünf Punkte nicht mit. Wer bei einem seiner anbietet, ist formal Straftatbestand des Art. 130 BGS, nicht für den Spieler, aber für den Anbieter, und im Konfliktfall ohne Schweizer Rekursweg.
Werbung und Bonusangebote
Werbung für bewilligte Schweizer Veranstalter darf nicht irreführend sein, nicht auf Minderjährige zielen und keine ausgeschlossenen Personen ansprechen. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel ist in der Schweiz verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500 000 geahndet werden. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa. Die Spielregeln der Veranstalter legen fest, was sie konkret anbieten, von Quotenboosts über Profitboosts bis zum Kombiboost, ohne dass eine Werbung diese Regeln überstimmen könnte.
Spielregeln, die jede Wette auf den Afrika-Cup betreffen
Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und eine Wette, die nicht angenommen wird
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1 000 und für eine Systemwette CHF 10 000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, was bedeutet, dass der Versuch, einen höheren Einsatz zu platzieren, stillschweigend abgebrochen wird und nicht etwa zu einer Teilannahme führt.
Für die Loterie Romande gelten eigene Limiten, die in deren Spielregeln stehen und vom Produkt Jouez Sport abhängen.
Reguläre Spielzeit, Verlängerung, Elfmeterschiessen
Die reguläre Spielzeit bei Fussball umfasst die normale Spieldauer von rund 90 Minuten plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm explizit darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Spielausgang 1X2 meint genau diese reguläre Spielzeit. Wer auf den Sieger des Turniers setzt, schliesst Verlängerung und Elfmeterschiessen in der Regel ein, weil ein Sieger ermittelt werden muss, was die Quote auf den Turniersieger entsprechend anders kalkuliert als die Quote auf einzelne Gruppenspiele.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird, und Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1,00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheid kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1,00 werten, um zu verhindern, dass jemand auf eine bereits entschiedene Wendung setzt.
Cash-Out als vorzeitiger Ausstieg
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, sowohl vor Spielbeginn als auch live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei normalem Ausgang der Wette, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Bei einem Cash-Out verfallen gewährte Boosts, das heisst ein Quotenboost oder ein Profitboost, der auf der Wette lag, wird nicht ausgezahlt.
Livewetten, Quotenboosts, Profitboosts und Kombiboost
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, das heisst sie sind nicht auf Kombiwetten anwendbar und nur vor Spielbeginn verfügbar. Beide Boosts sind pro Wettendem nur einmal einsetzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz.
Der Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Bonus gilt nur für Wetten, die alle Bedingungen erfüllen.
Bet-Builder und abhängige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer auf Heimsieg und Über 2,5 Tore im gleichen Spiel setzen will, nutzt den Bet-Builder, nicht die normale Kombiwette. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Quoten, Marge und das, was eine Wette wirklich kostet
Wie eine Quote entsteht
Eine Quote ist die Multiplikation des Einsatzes, die eine Wette auszahlt, wenn sie gewinnt. Eine Quote von 2.10 heisst, dass ein Einsatz von CHF 10 einen Bruttoertrag von CHF 21 ergibt, also CHF 10 Einsatz zurück plus CHF 11 Nettogewinn. Die Quote ist keine Wahrscheinlichkeit, sondern eine Bewertung, die eine implizite Wahrscheinlichkeit enthält: 1 geteilt durch die Quote ergibt einen Wert zwischen 0 und 1. Eine Quote von 2.10 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 47,6 %, eine Quote von 1,50 entspricht 66,7 %.
Wenn alle impliziten Wahrscheinlichkeiten eines Marktes addiert mehr als 100 % ergeben, dann enthält der Markt eine Marge, das heisst einen Teil des Einsatzes, der im Schnitt nicht als Gewinn ausgezahlt wird. Diese Marge ist die Einnahmequelle des Buchmachers und der Grund, warum Quoten nie fair sind.
Marge im Beispiel: ein 1X2-Markt
Ein illustratives Beispiel verdeutlicht die Mechanik. Nehmen wir einen 1X2-Markt mit den Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten sind 1/2.10 = 47,6 %, 1/3.40 = 29,4 % und 1/3.60 = 27,8 %. Addiert ergeben sie 104,8 %, was eine Auszahlungsquote von 100 % / 104,8 % = 95,4 % bedeutet, also eine Marge von rund 4,6 %.
Die Marge in einem Bereich von etwa 4 bis 6 % ist für einen 1X2-Markt auf ein Afrika-Cup-Spiel typisch. Sie ist auf den ersten Blick klein, aber sie wirkt auf jeden Franken, der auf den Markt gesetzt wird. Ein Wettender, der langfristig ohne besonderen Vorteil setzt, verliert rund 4,6 % seines Einsatzes an die Marge, ohne eine einzelne Wette zu verlieren. Bei einer Kombiwette mit vier Voraussagen multiplizieren sich die Margen der einzelnen Märkte ungefähr, was eine kombinierte Marge von etwa 17 % ergeben kann.
Was eine Wette konkret zurückmacht
Ein Beispiel mit einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 20. Bei einem Gewinn wird der Einsatz zurückbezahlt und der Nettogewinn ausgeschüttet: 20 × 2.10 = 42 CHF, also 20 Einsatz und 22 Nettogewinn. Eine Kombiwette mit drei Voraussagen zu 2.10, 1,80 und 1,95 hat eine kombinierte Quote von 7,371. Ein Einsatz von CHF 10 bringt bei einem Gewinn 73,71 CHF zurück, davon 10 Einsatz und 63,71 Nettogewinn. Je mehr Voraussagen, desto höher der Multiplikator, aber desto höher auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine Voraussage nicht eintrifft.
Warum eine hohe Quote kein gutes Geschäft ist
Hohe Quoten locken, weil sie einen grossen Multiplikator versprechen. Sie sind aber nicht Ausdruck einer besonders wahrscheinlichen oder besonders fairen Bewertung, sondern Ausdruck einer geringen impliziten Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 6.00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 16,7 %, eine Quote von 10.00 entspricht 10 %. Wer auf diese Quoten setzt, gewinnt im Erfolgsfall viel, verliert aber in 83 von 100 Fällen den Einsatz. Die Marge wird auf jedes dieser verlorenen Spiele aufgeschlagen, und das langfristige Ergebnis ist der Verlust des Wettenden im Mittel um die Marge.
Schutzregeln, die unabhängig vom Turnier gelten
Verlustlimiten, Einzahlungslimiten und ihre Spielregeln
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9 999 und für unter 21-Jährige CHF 1 000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Diese Limiten sind Selbstschutzregeln, die der Anbieter erzwingt, nicht der Staat, und sie sind Teil der Bewilligungsauflagen der Gespa.
Wer eine Limite setzt und dann feststellt, dass sie zu tief ist, kann sie nach drei Tagen anheben. Wer eine Limite zu hoch setzt, kann sie sofort senken. Das System zwingt zu einer kurzen Bedenkzeit für Erhöhungen, damit eine Emotionsentscheidung am Spieltag die Limite nicht aushebelt.
Spielsperre und Zugangssperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer sich selbst sperrt, kann diese Sperre erst nach drei Monaten über eine Fachstelle aufheben lassen, was den Schritt gegen Spontanentscheidungen absichert.
Für die Loterie Romande gilt das gleiche Register, aber das Produkt heisst das direkt Jouez Sport, und die Aufhebung läuft über die gleichen Fachstellen.
Altersgrenze, ein Konto pro Person, Verifizierung
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen. Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten, was bedeutet, dass aktive Fussballer auf Spiele, an denen sie beteiligt sind, nicht setzen dürfen.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer diese Verifizierung nicht besteht, kann kein Konto eröffnen, und wer ein Konto hat, kann keine zweite Identität verwenden.
Auszahlung und das, was an Schutzregeln dazukommt
Gewinne und Saldi werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt, anonyme Auszahlungen und Kryptowährungen gibt es im bewilligten Schweizer Markt nicht. Kredit an Spieler ist verboten, was heisst, dass kein Wettanbieter einem Spieler Geld für die nächste Wette leihen darf. Beide Regeln schliessen Geschäftsmodelle aus, die im Ausland üblich sind, und sie sind Teil der Spielregeln, nicht der Werbung.
Steuern auf Wettgewinne: Freibetrag, Verrechnungssteuer und kantonale Praxis
Wann ein Gewinn steuerfrei ist
Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat den Freibetrag auf 1.1.2026 auf CHF 1 071 000 angehoben, der kantonale Freibetrag liegt teils darunter, teils darüber, was die Formulierung «je nach Kanton» nötig macht. Wer unter dem Freibetrag bleibt, zahlt weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn, was die meisten Wetten abdeckt, weil ein typischer Gewinn aus einer Sportwette weit unter dieser Zahl liegt.
Wann Verrechnungssteuer anfällt
Liegt ein Gewinn über dem Freibetrag, behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer auf den übersteigenden Betrag ein. Diese Verrechnungssteuer wird bei der Steuererklärung angerechnet, das heisst, sie ist eine Vorauszahlung, die mit der Einkommensteuer verrechnet wird. Wer den Freibetrag deutlich übersteigt, lässt sich steuerlich beraten, weil die kantonale Praxis die Verrechnungssteuer und die Einkommensteuer unterschiedlich behandelt.
Gewinne von ausländischen Anbietern
Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, weil kein Schweizer Veranstalter sie einbehält. Einige Kantone, darunter Thurgau, behandeln Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen unabhängig vom Betrag. Das bedeutet, dass eine Gewinne bei einem ausländischen Anbieter in einem Kanton steuerfrei und im anderen voll steuerpflichtig sein kann. Die Frage «muss ich meinen Gewinn versteuern?» hat damit keine einheitliche Antwort für die Schweiz; die kantonsabhängige Antwort lautet «je nach Kanton».
Die zwei bewilligten Veranstalter im Detail
Swisslos Sporttip
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, ist einer der zwei vom BGS zugelassenen Veranstalter für Sportwetten in der Schweiz. Das Produkt heisst Sporttip und wird im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone, des Tessins und des Fürstentums Liechtenstein angeboten. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und auf das volle Sporttip-Programm zugreifen, einschliesslich Prematch, Livewetten, Cash-Out, Quotenboosts und Kombiboost.
Die Spielregeln von Sporttip sind im Core dokumentiert, mit klaren Limiten: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1 000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10 000 pro Systemwette, mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass Swisslos die Limiten jederzeit ändern kann. Die reguläre Spielzeit umfasst 90 Minuten plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Cash-Out ist nur online und nur als vollständiges Cash-Out verfügbar, ohne Teilauszahlung, mit dem Vorbehalt, dass Swisslos Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten muss.
Was Swisslos Sporttip auszeichnet, ist die Breite des Angebots: Afrika-Cup-Spiele in Gruppenphase, K.-o.-Runde und Final sind im Programm, kombiniert mit den typischen Fussballmärkten 1X2, Über/Unter Tore, Handicap und Ergebnis. Die Quoten sind im bewilligten Markt vergleichsweise eng, das heisst mit moderater Marge, was für Spieler mit moderatem Einsatzvolumen vorteilhaft ist. Wer mit kleineren Einsätzen spielt und auf Afrika-Cup-Spiele setzen will, ist hier richtig aufgehoben, weil das Programm die relevanten Spiele enthält und die Limiten für Einzelwetten ausreichen.
Wer auf Systemwetten mit vielen Voraussagen setzt, profitiert vom Kombiboost mit bis zu 100 % Bonus auf den Nettogewinn bei fünfzehn Voraussagen, was bei kleinen Systemwetten den erwarteten Nettogewinn erhöht. Wer auf Afrika-Cup-Sieger oder Torschützenkönig setzen will, findet diese Langzeitmärkte im Programm, muss aber die Fristen beachten, weil eine Wette nach dem Anpfiff in der Regel nicht zugelassen wird.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande, die Société de la Loterie de la Suisse Romande mit Sitz in Lausanne, ist der zweite bewilligte Veranstalter. Das Produkt heisst Jouez Sport und wird in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura angeboten. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und auf das Jouez-Sport-Programm zugreifen, mit einem ähnlichen Angebot wie Sporttip, aber mit eigenen Spielregeln und eigenen Quoten.
Die Spielregeln von Jouez Sport sind in den allgemeinen Teilnahmebedingungen der Loterie Romande dokumentiert, mit eigenen Limiten und eigenen Regelungen zu Livewetten, Cash-Out und Kombiwetten. Die reguläre Spielzeit wird gleich definiert wie bei Sporttip: 90 Minuten plus Nachspielzeit, mit Verlängerung und Penaltyschiessen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist.
Was Loterie Romande Jouez Sport auszeichnet, ist die Westschweizer Verankerung: über 2 350 Verkaufsstellen in der Romandie, eigene Vertriebswege und eine Marke, die in der Westschweiz bekannter ist als in der Deutschschweiz. Für Spieler in den sechs Westschweizer Kantonen ist Jouez Sport die naheliegende Wahl, weil ein Online-Konto nur dort eröffnet werden kann. Für Spieler in der Deutschschweiz ist Swisslos Sporttip die einzige Adresse, weil das Vertragsgebiet dort endet.
Wer die Spielregeln vergleicht, achtet auf vier Punkte: die Mindest- und Höchsteinsätze, die Regeln zu Cash-Out und Teilauszahlung, die Regeln zu Boosts und Kombiboost, die Regeln zu Systemwetten und -limits. Beide Veranstalter halten sich an die BGS-Vorgaben, aber innerhalb dieser Vorgaben haben sie Spielraum, den sie unterschiedlich füllen.
Die ausländischen Marken im Überblick
Die folgenden Marken tauchen in der internationalen Sportwetten-Werbung regelmässig auf, sind aber in der Schweiz ohne Bewilligung, was bedeutet, dass ihr Angebot in der Schweiz rechtlich keine Sportwette im Sinne des BGS ist. Sie werden hier genannt, weil Spielerinnen und Spieler in der Schweiz ihnen im Internet begegnen, nicht weil sie in der Schweiz genutzt werden sollten.
Bruce Bet
Bruce Bet tritt mit einem umfangreichen Fussballprogramm auf, das Afrika-Cup-Spiele enthalten kann. In der Schweiz hat Bruce Bet keine Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Sperrregister und keine Schweizer Rekursstelle. Wer dort ein Konto eröffnet, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens, was bei Streitigkeiten ohne Schweizer Recht durchgesetzt werden kann. Für die Frage, ob Bruce Bet Afrika-Cup-Märkte anbietet, ist die Schweizer Bewilligungslage entscheidend, nicht das internationale Angebot.
1xBet
1xBet wirbt mit einem der grössten Fussballprogramme im Markt, mit Quotenboosts, Kombiboosts und einem dichten Livewetten-Angebot. In der Schweiz hat 1xBet keine Bewilligung und ist nach den Angaben der Gespa-Sperrliste blockierbar. Wer in der Schweiz auf 1xBet zugreift, nutzt einen Anbieter ohne Schweizer Schutz, und die Frage, ob 1xBet Afrika-Cup-Spiele anbietet, ist für die Schweiz rechtlich ohne Belang, weil das Angebot in der Schweiz nicht zulässig ist.
Funbet
Funbet positioniert sich als junger Anbieter mit Fokus auf Livewetten und Kombiwetten. In der Schweiz hat Funbet keine Bewilligung, was bedeutet, dass das Angebot hier nicht zulässig ist. Wer auf Funbet zugreift, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens – das Vorhandensein von Afrika-Cup-Spielen im Programm ändert nichts an dieser rechtlichen Situation.
Boomerang Bet
Boomerang Bet wirbt mit einem breiten Sportwetten-Programm und einem Bonusprogramm. In der Schweiz hat Boomerang Bet keine Bewilligung, und die Frage, ob Afrika-Cup-Spiele im Programm sind, ist für die Schweizer Rechtslage unerheblich. Wer in der Schweiz auf Boomerang Bet zugreift, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
BetLabel
BetLabel tritt mit einem internationalen Sportwetten-Programm auf, das Fussball weltweit abdeckt. In der Schweiz hat BetLabel keine Bewilligung, und die Frage, ob Afrika-Cup-Spiele im Programm sind, ändert nichts an der fehlenden Schweizer Bewilligung. Für die Schweiz bleibt die Bewilligungslage entscheidend.
Gamdom
Gamdom positioniert sich stärker im E-Sport- und Casino-Bereich, mit einem Sportwetten-Programm am Rand. In der Schweiz hat Gamdom keine Bewilligung, und das Angebot fällt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens. Dass man dort auf den Afrika-Cup wetten kann, ist für die Schweizer Rechtslage völlig belanglos.
Pribet
Pribet tritt mit einem internationalen Sportwetten-Programm auf, das Fussball abdeckt. In der Schweiz hat Pribet keine Bewilligung, was das Angebot in der Schweiz rechtlich nicht zulässig macht. Für die Bewertung in der Schweiz zählt die Bewilligungslage, nicht das internationale Programm.
WirWetten
WirWetten tritt mit einem deutschsprachigen Markenauftritt auf, der Sportwetten und Casino verbindet. In der Schweiz hat WirWetten keine Bewilligung, und das Angebot fällt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
Was eine Wette auf den Afrika-Cup konkret zurückbringt: das Beispiel
Ein 1X2-Markt im Beispiel
Nehmen wir einen 1X2-Markt auf ein Afrika-Cup-Gruppenspiel mit den Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg. Die Auszahlungsquote des Marktes liegt bei rund 95,4 %, die Marge bei rund 4,6 %. Ein Einsatz von CHF 20 auf Heimsieg bringt bei einem Gewinn CHF 42 zurück, davon CHF 20 Einsatz und CHF 22 Nettogewinn. Bei Verlust verfällt der Einsatz, und die Marge fliesst in die Einnahmen des Veranstalters.
Eine Kombiwette im Beispiel
Eine Kombiwette auf drei Gruppensiele mit Quoten von 2.10, 1,80 und 1,95 hat eine Gesamtquote von rund 7,37. Ein Einsatz von CHF 10 bringt bei einem Gewinn aller drei Spiele CHF 73,71 zurück, davon CHF 10 Einsatz und CHF 63,71 Nettogewinn. Bei Verlust auch nur einer Voraussage verfällt der Einsatz vollständig. Die kombinierte Marge liegt ungefähr bei der Summe der Margen der drei Märkte, was bei typischen Margen von 4 bis 6 % pro Markt eine kombinierte Marge von etwa 13 bis 17 % ergibt.
Eine Langzeitwette im Beispiel
Eine Wette auf den Sieger des Afrika-Cups mit einer Quote von 6,00 für eine bestimmte Mannschaft bringt bei einem Einsatz von CHF 10 im Erfolgsfall CHF 60 zurück, davon CHF 10 Einsatz und CHF 50 Nettogewinn. Bei Verlust verfällt der Einsatz. Die Marge bei Turniersieger-Wetten ist tendenziell höher als bei Einzel spiel-Märkten, weil das Buchmacherrisiko bei Langzeitwetten kalkulierter ist und der Anbieter eine Sicherheitsmarge einpreist.
Was bei einer Livewette zu beachten ist
Livewetten auf den Afrika-Cup
Livewetten auf Afrika-Cup-Spiele sind im Programm, sofern das Spiel auf der Gespa-Liste steht und der Veranstalter eine Bewilligung für Livewetten hält. Die Quote ändert sich mit dem Spielverlauf, was Wetten auf den nächsten Spielstand, das nächste Tor oder den Ausgang möglich macht. Bei spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheid kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1,00 werten, was bedeutet, dass der Einsatz zurückerstattet wird, ohne Gewinn. Diese Regelung schützt den Anbieter vor Wetten, die auf eine bereits eingetretene Wendung platziert werden.
Wer auf Afrika-Cup-Spiele live setzen will, achtet auf das Spieltempo und die Spielregel, dass eine Wette nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs mit Quote 1,00 zählt. Eine Wette auf «nächstes Tor Heimteam» in der 89. Minute, kurz vor dem Abpfiff, ist nicht sinnvoll, weil das Ergebnis bereits feststeht und die Quote 1,00 beträgt.
Afrika-Cup 2027: was bis zum Anpfiff noch zu klären ist
Auslosung, Spielplan, Kadernominierung
Die Auslosung der Gruppen für den Afrika-Cup 2027 steht zu Redaktionsschluss noch aus, was bedeutet, dass die konkreten Gruppen und damit die konkreten Eröffnungsspiele noch nicht feststehen. Die Kadernominierungen folgen wenige Wochen vor Turnierbeginn, was die Wettmärkte für Torschützen, Karten und ähnliches erst spät scharf werden lässt. Wer auf Afrika-Cup-Spiele 2027 setzen will, beobachtet die Marktbewegungen in den Wochen vor dem Turnier.
Spielorte und Reisepraxis
Die Spielorte in Kenia, Tansania und Uganda sind noch nicht abschliessend benannt. Das Reisen zu den Spielorten ist für Spielerinnen und Spieler, die vor Ort wetten wollen, mit höherem Aufwand verbunden als bei den meisten anderen Turnieren, was die Frage nach dem Online-Wetten und der Verfügbarkeit von Live-Streams aufwirft. Die Veranstalter zeigen Afrika-Cup-Spiele in der Regel als Live-Events im Sinn, aber eine Übertragung ist keine Voraussetzung für die Wette.
Wann der Blick auf das Turnier endet
Der Afrika-Cup ist alle zwei Jahre ein Ereignis, ab 2028 alle vier Jahre. Wer sich für den Afrika-Cup interessiert, schaut entweder zurück auf eine Ausgabe, deren sportlicher Ausgang politisch noch nicht abschliessend geklärt ist, oder voraus auf eine Ausgabe, deren Spielplan noch nicht feststeht. In beiden Fällen liegt der Wert der Wette in der Frage, wie der Markt das Turnier bewertet, nicht in der Frage, wer gewinnt.
Häufige Fragen zum Afrika-Cup und zum Wetten in der Schweiz
Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?
Der Afrika-Cup wird von der CAF, dem afrikanischen Fussballverband, organisiert und seit 1957 ausgetragen. Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027, geplant vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda mit 54 gemeldeten Mannschaften. Ab 2028 soll das Turnier nur noch alle vier Jahre stattfinden. Es gibt keinen Afrika-Cup im Kalenderjahr 2026; die jüngste Ausgabe 2025 lief vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko.
Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?
Ja, in der Schweiz darf auf den Afrika-Cup gewettet werden, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Jeder Veranstalter bedient sein eigenes Vertragsgebiet; Swisslos die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und Liechtenstein, die Loterie Romande die sechs Westschweizer Kantone. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung.
Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Wette auf den Spielausgang zur regulären Spielzeit?
Nein, die reguläre Spielzeit bei Fussball umfasst die normale Spieldauer von rund 90 Minuten plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf das Turnier Sieger schliesst Verlängerung und Penaltyschiessen in der Regel ein, weil ein Sieger ermittelt werden muss.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?
Der Bruttoertrag einer Wette ist Einsatz mal Quote, der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Eine Quote von 2,10 und ein Einsatz von CHF 20 ergeben einen Bruttoertrag von CHF 42, davon CHF 20 Einsatz und CHF 22 Nettogewinn. Die Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Mittel nicht als Gewinn auszahlt. Bei einem 1X2-Markt mit Quoten von 2,10, 3,40 und 3,60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95,4 % und eine Marge von rund 4,6 %.
Wie funktionieren die Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?
Vor der ersten Teilnahme an Sporttip müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9 999 und für unter 21-Jährige CHF 1 000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und es gibt zusätzlich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Eine Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos sowie Liechtenstein.
Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?
Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind einkommensteuerfrei bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat den Freibetrag auf 1.1.2026 auf CHF 1 071 000 festgelegt, der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, was die Formulierung «je nach Kanton» nötig macht. Liegt ein Gewinn über dem Freibetrag, behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer auf den übersteigenden Betrag ein. Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, sind aber je nach Kanton anders steuerpflichtig.
Verfasst vom Team von „Tenniswettenguide”.
